m u s i k a l i s c h e s   G r u n d w i s s e n

“Singen ohne Noten”  -  Grundwissen der Musik und Akustik  -  von  Do bis Do, Tonleitern Hören und Erkennen 

Viele haben die Melodie der Dur-Tonleiter zwar im Ohr, sie wissen aber nicht, das die einzelnen Töne nicht alle im gleichen Tonabstand auf einander erklingen. Die meisten bekannten deutschsprachigen Volkslieder erklingen in Dur. Bei der entsprechenden Tonleiter (unten als Treppe dargestellt) ist bei uns das Do der Grundton. Von Do bis Do sind nicht alle Stufen groß (Ein Ganzton), Mi Fa, und Ti Do sind kleine Stufen (Halbtöne). Würde man von Do bis Do nur kleine Stufen wählen, hätte man 12 Halbtöne bis zum nächsten Do (Chromatische Tonleiter) . Man könnte keinen Grundton erkennen, weil es keine Orientierung gäbe. Ebenso könnte man auch nur 6 Ganztöne zwischen Do bis Do wählen Ganztonleiter

<<< hier klicken Hörprobe “Halbtonleiter (Chromatik)”

Der Wind oder eine Fahrt über Berg und Tal musikalisch imitiert.

<<< hier klicken Hörprobe “Ganztonleiter”

Die Halbtonschritte sind in der Grafik der Kindertreppe in grauen Streifen oder als Zwischenraum dargestellt. Die Klaviertastatur ist so angelegt, dass man vom Ton “C” aus gerechnet nur auf den Weißen Tasten eine Dur-Tonleiter (Do bis Do) spielen kann.

<<< hier klicken Hörprobe “Dur-Tonleiter”

Wählt man eine andere Taste als das “C”, braucht man von Do bis Do entsprechend der Ganz- und Halbtonschritte weiße und schwarze Tasten. Die Benennung der Töne bleibt bei uns gleich, weil sie sich von jeder Tonhöhe aus immer relativ zum Grundton Do verhält. Während bei der “Absoluten Benennung” der Töne sich viele [#] Kreuz-  und  [b] Benennungen (#- und B-Tonarten) ergeben.

(das [#] erhöht um einen Halbton. Beispiel:, C wird zu Cis)

das [b] senkt ab um einen Halbton. Beispiel:, E wird zu Es)

Beim Klavier wird dabei entsprechend eines Halbtons die  schwarze oder weiße Nachbartaste gewählt.

dobisdoTonleiterkinder Dur

Die Moll-Tonleiter (La bis La) ist mit der Do bis Do Durtonleiter eng verwandt. Sie besteht aus den gleichen Tönen. Ihr Grundton, ihre erste Stufe beginnt von La (6. Stufe in Dur). Für viele klingt die Moll-Tonleiter etwas verhaltener, vielleicht sogar traurig. In der Grafik der Kindertreppe sind die Halbtöne anders verteilt.

<<< hier klicken Hörprobe “Moll-Tonleiter”

Wie die Töne mit unseren kleinen Stufen Ti Do und Mi Fa vom “G” (Grundton in g-moll) ausgehend auf der Klaviertastatur absolut benannt werden und wie hier schwarze Tasten eingesetzt werden, zeigt das 2. Schema.

g-moll ist eine B-Tonart.

Dur und Moll haben sich als die beiden am häufigsten verwandten Grundtonleitern von den Musikepochen des “Barock bis zur Romantik durchgesetzt.

Wie wichtig die absolute Benennung ist, merken wir spätestens, wenn wir uns bemühen, die  traditionelle Notenschrift zu lernen. Die Notenschrift ist die für die damalige Zeit am meisten Platz sparende Methode um Musik grafisch darzustellen. Daher muss man zuvor einiges wissen, um das Notenbild sicher zu lesen.

dobisdoTonleiterkinder moll

Von großem Vorteil ist es, wenn das Notenlesen mit einem geschulten inneren Gehör erlernt wird. Auch die Musiktheorie geht mit Solmisation leichter. Hören sie ein paar kleine nachfolgende Hörbeispiele, um mitzuerleben, wie “lebendig” Harmonielehre sein kann. 

<<< hier klicken Hörprobe Modulation über “Ta” abwärts -[#] oder + [b] 

1.   Do’  Ti La So Fa   2.  Do’ Ta La So Fa   3.  So Fa Mi Re Do   4.  So  Fa Mi Re Do

<<< hier klicken Hörprobe “Intervall-Lied”

Ein “Intervall” bezeichnet den Abstand zweier Töne, die gleichzeitig oder hinter einander gespielt werden. Jedes Intervall hat seinen eigenen  Charakter und erklingt als Gleichklang dissonant oder in sich harmonisch.

Beim Singen in der Gruppe können wir die Spannungsunterschiede der Intervalle  körperlich erleben, denn sie basieren auf physikalischen Gesetzen der Schwingung und Resonanz. Durch das Solmisieren können die Intervalle leicht verinnerlicht werden. Ein sicheres Intervall - Gedächtnis hilft bei der Harmonielehre.

Wer erleben und verstehen möchte, weshalb Musik uns selbst zum klingen bringen kann,  wer erleben und verstehen möchte, warum nicht alle Töne mit einander harmonieren, wer grundlegende Dinge über Akustik und die Entstehung der europäischen Musikgeschichte erfahren möchte, kann sich in meinen Kursen die wichtigsten Fähigkeiten zum eigenen Musik machen und für das Verständnis der allgemeinen Musiktheorie aneignen, Wer Fragen zur Musik von “Do bis Do” hat, wird überrascht sein, wie viele einfache Antworten gibt.

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